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Was erleben die Schülerinnen und Lehrerinnen im GTC?

  • jochengaiser3
  • 1. Nov. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Seit 2019 ist das Girls Training Center (GTC) ein Ort voller Leben, Lernen und Glauben – geführt von dem neuguineischen Ehepaar Sam und Dorcas Ope. Unser Ziel ist, dass junge Frauen selbstständig Verantwortung übernehmen und ihren Platz in der Gemeinschaft finden. Als Missionare dürfen wir sie auf diesem Weg begleiten und unterstützen.

Im GTC begegnen wir nicht nur Unterrichtsstunden, sondern Lebensgeschichten. Viele unserer Girls tragen schwere Lasten: den Tod von Eltern oder Geschwistern, Armut, Familienstreit, Krankheit oder traumatische Erfahrungen. Nicht immer haben wir sofort eine Lösung parat. Aber wir hören zu, nehmen ihre Sorgen ernst, tragen sie im Gebet und zeigen ihnen, dass Jesus keine Grenzen kennt.

Mit Freude und Hingabe wollen wir lehren und leben. Wir bereiten Lektionen vor, übernehmen praktische Arbeiten und prüfen unsere eigenen Motive – damit Gott unsere Arbeit segnet und Frucht daraus entsteht.


 

Lernen fürs Leben

Im GTC geht es um viel mehr als Schulunterricht. Die Girls erleben eine Mischung aus Glaubensbildung, praktischen Fähigkeiten und Alltagskompetenz. Sie lernen biblische Grundlagen, Seelsorge, Kirchengeschichte und Kinderarbeit kennen. Gleichzeitig werden sie geschult in Unterrichtsgestaltung, Computer, Sprachen, Haushaltsführung, Ernährung, Hygiene, Gartenarbeit, Tierhaltung, Nähen und Musik.

Praktisches Lernen gehört genauso dazu: Sonntagsschule, Religionsunterricht, Andachten und Ämtli wie Kochen, Putzen, Garten oder Tierpflege. Ergänzende Projekte – etwa Schafe, Enten, Hasen oder Nähen – vermitteln Verantwortung, Organisationstalent und Selbstständigkeit. Gleichzeitig tragen sie zur finanziellen Unterstützung der Schule bei.

 

Gemeinsam wachsen

Die Arbeit im GTC ist voller Lernmomente – für Lehrerinnen und Schülerinnen gleichermaßen. Zusammenarbeit ist nicht immer einfach. Unterschiedliche Vorstellungen, Erwartungen und Charaktere prallen aufeinander. Doch dort, wo Menschen bereit sind zuzuhören, zu vergeben und voneinander zu lernen, entsteht Wärme und Vertrauen.

Wenn wir gemeinsam beten, offen, geduldig und demütig aufeinander zugehen, können selbst schwierige Momente zu Chancen werden – für Wachstum, Versöhnung und echtes Miteinander. Genau das erleben wir immer wieder. Unser Fokus ist Jesus – jeder bringt seine Gaben, Erfahrungen und Herkunft ein. Zusammen arbeiten wir zur Freude und Ehre Gottes.

 


Lehrerin Geslina erzählt
„Ich sehe einen grossen und wichtigen Bedarf, Girls aus abgelegenen Gebieten zu schulen – geistlich wie körperlich – und Lehrerinnen für Dorfmädchenschulen auszubilden.“
„Ich unterrichte Kinderarbeit, Unterrichtsgestaltung, Gitarre, Flöte, Nähen und Gartenarbeit.“
„Am Anfang hatte ich kaum Erfahrung im Nähen. Das machte mir grosse Mühe. Doch durch Gottes Hilfe kann ich nun ganz verschiedene Arbeiten ausführen – ein echtes Wunder!“
„Viele Eltern der Girls sind gestorben. Sie leben bei Verwandten, die sie nicht immer gut unterstützen. Manche werden zur Heirat gezwungen oder sind traumatisiert. Das ist für uns Lehrerinnen und die Leitung eine grosse Herausforderung.“
„Wir brauchen Missionare, die Vorbilder sind, uns lehren, motivieren und unterstützen.“

 


Stimmen der Schülerinnen
«Ich bin dankbar, Gottes Kind zu sein – das grösste Geschenk meines Lebens. Im GTC lernte ich mehr über ihn und seinen Dienst. Ich verliess meine Familie, doch Gott schenkte mir hier eine neue.» Debora
«Ich bin glücklich, so vieles zu lernen – geistlich, seelisch und körperlich. Früher wusste ich nicht zu beten, jetzt darf ich Grosses mit Gott erleben.» Teckla
«Ich habe die Zeit im GTC sehr genossen und bin dankbar, nun als Lehrerin in einer Dorfmädchenschule helfen zu dürfen.» Elis
«Besonders die Tierhaltung war lehrreich. Ich konnte praktische Erfahrungen sammeln – Schafe, Hühner, Hasen – das war spannend!» Grace
«Mein Highlight waren die Bibelstunden und die praktischen Ämtli. Auch Handarbeiten machten mir grosse Freude.» Jossy
«Gott schenkte mir die Gabe der Musik, die hier gefördert wurde. Nach dem Tod meines Vaters hatte ich schwierige Zeiten, doch Gott trug mich hindurch.» Nelly
«Ich habe mich schnell mit den anderen Girls angefreundet. Der PC-Unterricht war ganz neu und spannend für mich.» Angela
«Die theologischen Fächer waren herausfordernd, aber auch bereichernd. Meine Persönlichkeit wurde gestärkt, und ich darf mutiger ein Zeugnis für Jesus sein.» Damaris
«Im GTC treffen Girls mit ganz unterschiedlichem Schulniveau aufeinander. Ich bin fasziniert, wie die Lehrerinnen alle mitnehmen.» Tema
«Ich wurde als wertvolle Person angenommen – unabhängig von Herkunft oder Familie. Das gemeinsame Gebet und Teilen von Freude und Leid war besonders schön.» Susan
«Ich durfte hier einen Neuanfang mit Jesus machen. Die praktischen Unterrichtseinheiten – Garten, Tiere, Kochen – habe ich geliebt.» Dilailea

 

Ein Ort voller Hoffnung

Das Girls Training Centre ist mehr als eine Schule – es ist ein Ort, an dem junge Frauen Hoffnung, Bildung und Glauben erfahren. Gemeinsam unterwegs – zur Freude Gottes.


Naemi Zahler

 
 
 

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“Das Gebet ist die Beste Unterstützung, die die Heimatgemeinde leisten kann.”

Beat Matzinger, Missionar

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