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Alltag im Missionsbüro

  • jochengaiser3
  • 1. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 2. Dez. 2025

Unsere Arbeit im Missionsbüro ist vielseitig und oft voller Überraschungen. Zwischen all den organisatorischen Aufgaben erleben wir immer wieder, wie Gott Situationen führt, die wir selbst nicht im Griff haben. Dieser Beitrag zeigt dir, wie eng unsere sorgfältige Planung und Gottes Eingreifen zusammenwirken.

Ob Betreuung unserer Mitarbeitenden, Austausch mit Teamleitern weltweit oder Sitzungen der Missionskommission – unser Aufgabenbereich ist vielfältig. Dazu kommen die praktischen Arbeiten wie Visabeschaffung, Flugbuchungen und Containerbeladung. Im Missionsbüro bleibt es abwechslungsreich.



In Steffisburg beobachten wir aus «sicherer Entfernung», wie Gott durch unsere Missionare in den Einsatzländern wirkt, und unterstützen sie, wo immer wir können. Regelmässig stehen wir in Kontakt mit neuen Langzeitmitarbeitern, Kurzzeiterinnen und Volontären und begleiten sie Schritt für Schritt durch die administrativen Vorbereitungen. Besonders schön ist es, Missionare während ihres Heimataufenthalts im Büro begrüssen zu dürfen.

Über verschiedene Kanäle möchten wir unsere Gemeinden und alle missionsinteressierten Unterstützer auf dem Laufenden halten. Wir wissen: Ohne die Gebete und die treue Unterstützung unserer Gemeinde wäre Missionsarbeit über unsere Landesgrenzen hinaus nicht möglich.


Wenn es kurz vor dem Ziel eng wird

So begleiten wir auch Familie Letz bei ihren Vorbereitungen für den Einsatz in Bolivien. Nach der Bewerbungs- und Abklärungsphase wird die Ausreise ins Auge gefasst. Die Flüge werden gebucht und die Checkliste wird abgearbeitet. Das Visum organisiert die Familie selbst, unterstützt vom Team in Bolivien. Es wird geraten, das Visum besser über die bolivianische Botschaft in Berlin zu beantragen und nicht erst bei der Einreise.

Also schicken sie die Pässe samt Antrag auf die Reise. Während ihrer Vorbereitungswoche in der Schweiz erreicht uns die erfreuliche Nachricht: Die Visa wurden ausgestellt. Nächste Woche sollten sie per Einschreiben im Briefkasten liegen – diesmal genügend früh vor dem Abflug. Im Missionsbüro können wir uns zurücklehnen: Jetzt dürfte kaum noch etwas schiefgehen.

Doch zwei Wochen vor der Ausreise erreicht uns plötzlich eine Sprachnachricht: Die Pässe sind bei der Post verloren gegangen. Der Umschlag kam leer zurück. Was nun? Telefonieren, recherchieren, Optionen gegeneinander abwägen …

Schliesslich beantragt die Familie Express-Reisepässe, die vier Tage vor Abflug ausgestellt werden. Zwei Tage vor der Abreise meldet die Post plötzlich, dass die vermissten Pässe gefunden wurden – grosse Erleichterung! Nur: Für den Versand reicht die Zeit nicht mehr. So fliegt die Familie letztlich ohne Visa los und kommt müde aber wohlbehalten in Bolivien an.

Letz go!
Letz go!
Wenn Babys unsere Pläne durchkreuzen

Auch bei Familie Hunziker überschlagen sich die Ereignisse. Sie erwarten ihr zweites Kind, und wir freuen uns mit ihnen. Die Geburt ist in Lae, Papua-Neuguinea geplant. Die Vorfreude wächst – und der Bauch auch.

Dann, nach einer Routineuntersuchung, ein kurzfristig einberufenes Online-Gespräch mit dem Feld- und Missionsleiter: Es besteht ein erhöhtes Risiko für eine Präeklampsie. Die Mutter, selbst Hebamme, weiss sofort, was das bedeutet.

Nach unzähligen Abklärungen und sorgfältigem Abwägen entscheiden wir uns, sie in die Schweiz zurückzuholen. Am Dienstag buchen wir einen Flug in die Schweiz – und bereits am Sonntag landet die Familie wohlbehalten in Zürich. Fünf Wochen später, um 01:46 Uhr, kommt Nathan per Kaiserschnitt zur Welt. Ein Wunder – auch in der Schweiz!

Das kleine grosse Wunder
Das kleine grosse Wunder
Gottes Pläne

Diese Erlebnisse führen uns immer wieder vor Augen, wie sehr wir auf Gott angewiesen sind. Im Missionsbüro laufen zwar viele Fäden zusammen, doch letztlich hält Gott sie in der Hand. Was für ein Vorrecht, in diesem grossen Netzwerk aus Betern, Unterstützern und Mitarbeitenden an der Front mitwirken zu dürfen!


Christoph Bärtschi und Jochen Gaiser

 

 

 

 
 
 

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“Das Gebet ist die Beste Unterstützung, die die Heimatgemeinde leisten kann.”

Beat Matzinger, Missionar

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