Jugendlager in Österreich
- jochengaiser3
- 30. Sept. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Grenzerfahrungen
Die meisten haben die ganze Nacht kein Auge zugedrückt. Zu kalt, zu feucht, zu aufregend, zu unheimlich, zu hell die Sterne am Himmel. Noch heute, nach drei Jahren, wird über die Grenzerfahrung auf dem Spittaler Hausberg «Goldeck» gelacht. Dann gehen die Gedanken weiter zur Bootsfahrt auf der Drau, die wir einen Tag nach dem Hochwasser dann doch noch durchführen konnten. Oder zum Seilpark, wo ein Jugendlicher zeigen konnte, wie er seine jahrelange Höhenangst überwinden konnte.
Grenzerfahrungen, die wir kaum mehr vergessen. Dabei kommt das Gefühl hoch, zusammen etwas erlebt zu haben. Diese Erlebnisse schweissen uns zusammen. Und trotzdem sind es nicht diese abenteuerlichen Grenzerfahrungen, die uns schlussendlich stark machen und zusammenhalten. Das Geheimnis liegt in Jesus:
Ja, ich setzte mich dafür ein, dass Gott euch allen Mut und Kraft gibt und euch in seiner Liebe zusammenhält. Er schenke euch tiefes Verstehen, damit ihr die ganze Grösse seines Geheimnisses erkennt. Dieses Geheimnis ist Christus. Kolosser 2,2
Das ist auch die «Grenzerfahrung», die wir allen unseren Jugendlichen wünschen: Dass sie das Geheimnis der Liebe und Hingabe von Jesus verstehen. Diese Erkenntnis ist es, nicht irgendwelche Erfahrungen, was ihnen in ihrem Alltag Mut und Kraft gibt.
Wünsche
Wir wünschen uns ganz fest, dass die regelmässigen Jugendtreffs und besonders auch das jährliche Jugendlager den Jugendlichen, wie auch uns, ein tiefes Verstehen und Erkennen von Christus gibt. So dass unser Glaube wachsen und tiefe Wurzeln schlagen kann. Ja, unser Glaube soll stark werden, wie ein Baum, der tief in der Erde verwurzelt ist, und die Stürme des Lebens gut übersteht. Unser Wunsch ist, dass wir uns untereinander ermutigen, Leben teilen, offen sind und einander helfen und motivieren, den Weg mit Jesus zu gehen. In ihm wollen wir fest verwurzelt bleiben. Vielleicht ein bisschen so, wie in einem Treibhaus, wo der Baum durch gute Bedingungen wachsen kann. Aber immer mit dem Ziel, in freier Natur – im Alltag – standhaft zu bleiben.
Ihr habt Jesus Christus als euren Herrn angenommen; nun lebt auch in der Gemeinschaft mit ihm. Wie ein Baum in der Erde, so sollt ihr in Christus fest verwurzelt bleiben, und nur er soll das Fundament eures Lebens sein. Haltet fest an dem Glauben, den man euch lehrte. Für das, was Gott euch geschenkt hat, könnt ihr ihm gar nicht genug danken. Kolosser 2,6-7
Mit den meisten Jugendlichen sind wir jetzt schon eine Weile unterwegs. Das gibt uns die Gelegenheit, schöne Momente zu teilen, aber auch die Stürme, die in ihrem Alltag, in ihrer Familie, in ihrem Umfeld wehen, ein bisschen mitzuerleben. Zusammen zu lachen, zu beten, zu weinen und zu glauben. Das schweisst uns zusammen.

Dieses Jahr führten wir das dritte Mal ein Jugendlager durch. An diesem verlängerten Wochenende sind vor allem Jugendliche der Gemeinde Afritz dabei. Jedes Mal eine motivierende und gesegnete Zeit.
Durch das Jahr hindurch treffen wir uns alle zwei Wochen zu einem Jugendtreffen. Hier lesen wir zusammen in der Bibel und möchten Gott besser kennenlernen. Oft gehen wir systematisch durch ein Bibelbuch. Doch auch aktuelle Themen, welche die Jugendlichen sich wünschen, sollen Platz haben. Immer wieder gestalten wir bewusst auch einen Anlass, wo wir hauptsächlich aktiv etwas unternehmen. Meistens gehört auch noch ein gemeinsames Abendessen dazu. Da ist die beste Gelegenheit über den Alltag auszutauschen. Oder bei Spiel und Spass am Ende vom Anlass tut es einfach gut, zusammen zu lachen. Was uns alle immer wieder herausfordert, ist, wenn wir gemeinsam auf die Strasse gehen und auf irgend eine Weise unsere Mitmenschen auf Jesus aufmerksam machen möchten.

Wie alles begann
Obwohl die Strukturierung und Gestaltung der Jugendarbeit sich wohl ein wenig verändert hat, war das Anliegen schon lange da. Schon etliche Jahre wurden mit dem gleichen Anliegen Teenstreffen und teilweise auch Teenswochenende durchgeführt. Da die Teens jetzt älter geworden sind, ändern sich natürlich auch die Treffen. Die Teens, die jetzt Jugendliche geworden sind, sollen vermehrt auch in die Verantwortung geführt werden. Denn schon bald kommen weitere Teens nach. Wer hilft ihnen dann das Geheimnis der Liebe und Hingabe von Jesus zu verstehen?
Wir sind überzeugt: Das Leben mit Jesus ist ein Abenteuer. Wer Jung ist und Grenzerfahrungen sucht, ist bei Jesus genau richtig. Wir wünschen uns, dass sich «unsere» Jugendlichen herausfordern lassen, diese beste Botschaft weiterzugeben, an ihre Mitschüler, Arbeitskollegen, Familie und an die nächste Generation – oftmals eine «Grenzerfahrung».
Micha Buchs
















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